Rennradtraining – aber wo?

Gemeinsam mit Timo habe ich hin-und her überlegt. Er muss noch bis Ende April Urlaub aufbrauchen und kann aber terminlich nur bis Mitte April, ich kann allerdings erst nach dem 20. April frei nehmen und danach ganz dringend Überstunden abbauen. Was tun? Kurzerhand habe ich mich dazu entschieden, mich mal im Freundeskreis auf den sozialen Netzwerken umzuhorchen, wer was empfehlen kann. Das die freie Zeit auf dem Rennrad verbracht werden soll, das war klar, denn für Rad am Ring und die Ruhr2NorthSea Challenge muss schließlich noch ein bisschen trainiert werden.

Es hat nicht lange gedauert, bis sich Maren bei mir meldete mit der Nachricht „Ich fahre mit Jan genau in der letzten April-Woche nach Mallorca zum Rennradfahren. Komm doch mit.“ Das hab ich mir nicht zweimal sagen lassen. Kurz den Partnercheck mit Timo, und natürlich meinem Chef bei Grohe, gemacht und dann die Flüge gebucht. Mehr Vorfreude konnte man mir nicht ins Gesicht tackern! An der Stelle noch einmal ein riesen Dankeschön an die beiden, denn Maren und ich kennen uns zwar seit ein paar Jahren, waren aber nie eng befreundet. Und Jan habe ich erst zwei Wochen vor der Reise das erste Mal in Düsseldorf getroffen. Ich fand das sehr mutig von den beiden, dass sie mich einfach so dabei haben wollten!

 

Auf Mallorca angekommen

Timo hatte mir bei Bergantibikes ein „schickes Teil“ reserviert, ein RIDLEY LIZ SL DISC (lady) in der Größe S. Also mit Scheibenbremsen und mit der großen Kassette. Er gibt ja nicht auf, mich von einem neuen, besseren, tolleren Rennrad zu überzeugen, damit er die große Freude hat, mir eines auszusuchen 😀

Das „schicke Teil“ habe ich Samstag morgen mit dem Mietagen abgeholt. Danach haben Maren, Jan und ich kurz getroffen und uns auf ein Strandbierchen am Abend verabredt. Denn die beiden waren schon Stunden auf den Beinen und ich war frisch ausgeschlafen und wollte bei dem Sonnenschein endlich das Rad testen.

Das Motto der Woche sollte „alles richtig gemacht“ werden, denn so hat es sich angefühlt. Nicht nur, dass wir als Truppe wunderbar harmonierten, wir hatten das wunderbarste Wetter, die schönsten Strecken und die besten Sonnenuntergänge (naja, also den einen, den wir wirklich gesehen haben). Wir waren vor den Touristen und den Reisebussen unterwegs und haben die besten Cafes zum Kuchen essen gefunden. Palma de Mallorca und Valdemossa haben wir uns gegen Abend angesehen, und dabei die Ruhe und den Charme der beiden Orte genossen. Die paar Wolken haben uns dann auch nicht abgeschreckt, den Sonnenuntergang am besten Ort auf ganz Mallorca zu genießen und wurden mit Momenten der puren Romantik belohnt.

Jetzt aber mal zum eigentlichen Thema, sonst komme ich aus dem ganzen Schwärm-Gedusel nicht mehr raus. ^^

 

Rennradtraining

Getreu dem Motto „Malle ist nur einmal im Jahr“ hatte ich mir für die Woche vorgenommen, jeden Tag zu fahren und alles rauszuholen. Strecken-Favoriten hatte ich noch nicht, denn wir wollten das auch ein bisschen locker angehen und schließlich wollte ich mich ja auch Jan und Maren anschließen. So sah die Woche dann aus:

 

  • Samstag: 37,64 Kilometer mit 175 Höhenmetern
  • Sonntag: 70,12 Kilometer mit 466 Höhenmetern
  • Montag: 91,88 Kilometer mit 741 Höhenmetern
  • Dienstag: 63,86 Kilometer mit 857 Höhenmetern
  • Mittwoch: 101 Kilometer mit 645 Höhenmetern
  • Donnerstag: 124 Kilometer mit 1.980 Höhenmetern
  • Freitag: 51 Kilometer mit 386 Höhenmetern

Insgesamt: 539,5 Kilometer mit 5.250 Höhenmetern

 

 

Die Strecken kann ich allen ans Herz legen, oder einfach mal bei gpsies gucken, da findet man alles, was man selbst so leisten kann und was wirklich schön ist. Hier noch ein paar persönliche Highlights der Woche und Infos zu den Strecken:

  1. Es gibt auf Mallorca ein ausgewiesenes Radwegenetz. Die Straßen sind geteert und abseits vom Straßenverkehr. Hier ist man meist mit (Renn-)Radfahrern unter sich, kommt aus dem Wind heraus und kann die wirklich sehr grüne und sehr schöne hügelige mallorquinische Landschaft sehr genießen. Leider konnte ich dazu keinen Link finden. Die Routen sind aber immer sehr schön mit Holzschildern ausgewiesen.
  2. Cap Formentor – die eine von den beiden Routen, die auf Maren’s Wunschliste standen. Hier wollten wir das mit den Höhenmetern testen, was auch wirklich wunderbar funktioniert hat. Aus einem Bauchgefühl heraus, sind wir um 8 Uhr losgefahren und mussten feststellen: noch früher wäre noch besser gewesen. Nicht nur, dass man dann den kühlen Wind abbekommt, man weicht auch der Kolonne aus Rennradfahrern, Auto-Touristen und Reisebussen aus, die sich in die Sackgasse reinzwängen. Glücklicherweise haben wir das Spektakel nur auf der Rückfahr erahnen können.
  3. Sa. Calobra – die zweite Route auf Maren’s Wunschliste. Für jeden Schabernack zu haben, hatte ich mich hier nicht schlau gemacht. Ich wusste nur die Rahmendaten: knapp 2.000 Höhenmeter und mehr als 100 Kilometer. Dass wir dann auch noch die nahezu 20 Kilometer runter auch wieder rauffuhren, wurde mir erst nachher klar. Allerdings hat es einen MEGA Spaß gemacht und das Gänsehaut-Gefühl am Col de Reis nach 9 Kilometer Bergauf-fahren mit mehr als 7% Steigung, das war einfach unbezahlbar.
  4. Das Rennrad von Berganti-Bikes war für mich die absolut richtige Entscheidung. Scheibenbremsen waren für mich ein absolutes Novum und haben sich auf den langen Abfahrten gelohnt – zum ersten Mal keine Krämpfe in den Händen und Unterarmen!

 

Die Woche ging leider wie im Flug vorbei und wir haben festgestellt:

  • gerne gemeinsam wieder nach Mallorca!
  • Die #Mallorca312 kommt auf die Bucketlist für 2019!!

 

Übrigens – folgt mal Maren und Jan auf Facebook, Twitter oder Instagram! Die beiden machen spannende Sachen und ich kann sie euch nur wärmstens ans Herz legen!

Maren’s Profile:

http://www.ichhasselaufen.de/ 

Twitter Facebook Instagram

Jan’s Profile:

www.umsturzvegan.de

Twitter Facebook Instagram

 

 

 


 

Die Strava-Rennradstrecken im Detail

2 thoughts on “Rennradtraining auf Mallorca: Alles richtig gemacht!

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