Inspiriert durch die Rubrik „Rennrad-Tour des Monats“ im Podcast von Antritt I detektor FM, ist der folgende Bericht entstanden. Wie wir die Rennräder mit in unseren Kletterurlaub nach Griechenland genommen haben und warum uns das Rennradfahren dort so begeistert hat, darum geht es in diesem Blogartikel.

 

Mit dem Rennrad in den Kletterurlaub

Wir, das sind mein Lebensgefährte Timo und ich. Gemeinsam sind wir am 8. Dezember zum ersten Mal mit den Radkoffern in den Urlaub gefahren. Bereits in vorherigen Urlauben haben wir Räder gemietet oder auch im Auto transportiert. Doch die Rennräder im Flieger mitgenommen, das haben wir uns bis jetzt nicht getraut.

Anders war es diesmal. Unser Ziel lautete Leonidio in Griechenland. Leonidio ist hauptsächlich für seine Kletterfelsen bekannt. Daher ist das Dorf an der Küste nicht das erste Ziel, das einem Radsportler in den Sinn kommt.
Kletterurlaube unternehmen wir seit einigen Jahren, doch erst mit meinem ersten Triathlon vor drei Jahren und der damit losgetretenen Begeisterung für das Rennrad, haben wir auch nach und nach das Rennradfahren in den Urlaub integriert. Mittlerweile ist das unsere „Off-Day“ Beschäftigung, um die Finger und Oberarme zu schonen und dafür mit den Kilometern kräftig Kalorien zu verbrennen. Denn, was viele nicht wissen, beim klettern wird sich im Allgemeinen nicht viel bewegt, dafür Abends aber aufgrund der vielen frischen Luft, ordentlich geschaufelt. 😀

Zurück zum Radkoffer-Abenteuer

Timo hat uns  über Ebay Kleinanzeigen zwei günstige Radkoffer organisiert. Nummer eins mit zwei fehlenden Rollen und Nummer zwei in einem hervorragenden Zustand. Die Aufregung war für uns entsprechend groß: Ob die Räder heile ankommen? Ob das mit dem ausgewählten Mietwagen klappt? Ob die Straßen vor Ort in einem guten Zustand sind? Zu unserer Erleichterung sind die Räder problemlos und in einem heilen Zustand nach Griechenland und auch wieder nach Düsseldorf gekommen. Aufgabe Nummer eins also gelöst.

 

Aufgabe Nummer zwei: die Radkoffer vom Athener Flughafen ins Hotel nach Athen transportieren.
Zu unserer Überraschung gab es am Flughafen kein einziges Taxi mit einem großen Kofferraum. In der Schlange standen nur Limousinen mit kleiner Klappe oder (teure) Großraumtaxen. Also haben wir die Bahn genommen! Sehr aufregend: mit einem normalen Koffer und dem Radkoffer die Rolltreppen meistern. Mit etwas Schwung und einer Portion Mut ging das auch: Gepäckkoffer vorne, Radkoffer hinten und dann andere Reisende verscheuchen, die den Ausgang am Ende der Rolltreppe blockieren. Wir wurden von den Bahnreisenden groß beäugt und auch zweimal gefragt, was wir denn da transportieren würden. Allein, von der Ubahn-Station zum Hotel waren es 1,5 Kilometer Fußmarsch, für den Timo den ‚kaputten‘ Koffer auf zwei Rollen ziehen musste. Aber Kletterer haben ja gute Oberarmmuskeln. Auch hier: Aufgabe zwei gemeistert.

 

Aufgabe Nummer drei: der Mietwagen!
Wir haben in unserer Planung einen (zwar möglichst günstigen) Kombi gemietet. Wie sich herausstellte, gab es vor Ort dann aber nur „Hatchbacks“/ Limousinen und dann mussten wir mit dem Gepäck ganz schön tricksen, quetschen und drücken. Letztendlich hat auch das geklappt und wir fuhren dann die vier Stunden bis Leonidio ohne Rückspiegelsicht. Also, Aufgabe gemeistert.
Jetzt waren wir endlich angekommen und konnten uns in Leonidio auf die Radtouren freuen. Wir wussten bereits im Vorfeld, dass es ohne Höhenmeter nicht geht. Wir haben uns daher für zwei Touren auf dem Hochplateau entschieden: eine Stunde Anfahrt mit dem Auto und dann Rundtour mit jeweils mehr als 1200 Höhenmetern. Für die dritte Tour haben wir aufgrund eines überraschenden Schneefalls auf dem Hochplateu für eine Höhenmeter-Tour entschieden: 1200 Meter rauf und anschließend wieder zurück.

Warum uns das so Rennradfahren auf den Peleponnes so begeistert hat?

  1. Die Straßen waren in einem perfekten Zustand! Noch dazu waren wir aufgrund des wenigen Verkehrs größtenteils komplett alleine auf der Straße. Mega gut!
  2. Die Aussicht war einfach klasse. Die Gegend um Leonidio zeichnet sich durch roten und grauen Kalkstein, was für spektakuläre Ausblicke sorgt. Auf dem Hochplateau hat man dann oft auch noch die Berge der Peloponnes im Visier, was mit den Schneekuppen sehr malerisch ist.
  3. Das Wetter war zwar sehr frisch, aber im Vergleich zum verregneten Winter in Düsseldorf deutlich erträglicher 😀
  4. Die erfreuten und überraschten Blicke der Dorfbewohner. Wir sind durch viele kleine, entlegene Dörfer gefahren und wurden dort teils von der älteren Generation mit einem überraschten Lächeln gegrüßt. Das findet man auch nicht überall 😉
  5. Auf dem Hochplateau lassen sich wunderbare Rundtouren zusammenstellen, je nach Geschmäckle mit mehr oder wenigern Höhenmetern (aber 1000 muss schon machen).
  6. Wer hart trainieren möchte, für den gibt es von und nach Leonidio eine Rundtour mit entspannten 3000 Höhenmeter und 105 Kilometern. Dafür hat bei uns dann leider nicht die Zeit gereicht, sonst hätten wir uns das mal getraut.​

 

Nachtrag: Wir durften unsere Geschichte tatsächlich im Podcast erzählen! Hört mal rein 😉 

Das waren die Rennrad-Strecken

 

>> GPX Datei für Hoch geht immer

>> GPX Datei Einmal frieren mit geiler Aussicht

 

>> GPX Datei für Lunch Ride

 

 

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