Der Dienstag war einfach prall gefüllt mit Vorträgen rund um das Thema Marketing und Advertising. Es gab sehr beeindruckende Projekte, wie zum Beispiel der B2B-Ansatz von Immobilienscout24 für die Makler oder auch die #IFWE Challenge von Dassault Systèmes um speziell die „Millenials“ anzusprechen. An dieser Stelle möchte ich aber noch einmal zwei andere Vorträge hervorheben:

Mein Tag fing mit dem Vortrag von Carolin Stephan zum Thema Content Strategien an. Sie leitete den Vortrag damit ein, dass Content meistens Text ist und dieser schließlich das präziseste und ausdrucksstärkste Kommunikationsmittel sei, das uns zur Verfügung steht. Dass wir uns heute so sehr darauf fokussieren, Inhalte für unsere Webseiten zu produzieren um bessere Suchmaschinenergebnisse zu erzielen, verdanken wir den Suchalgorithmus-Updates von Google namens Penguin und Panda. Diese straften alle die Webseiten ab, die nur Links aggregierten. Doch bevor wir dazu übergehen sollten, eigene Inhalte zu produzieren, müssen wir erst ein bisschen Recherche betreiben und Strategieentscheidungen treffen. Auch hier muss man schließlich wieder damit anfangen: was möchte ich mit meiner Webseite erreichen (zum Beispiel: Shop, Markenseite, etc.) und wen möchte ich damit erreichen. Gute Inhalte kann man auf die unterschiedlichsten Arten produzieren lassen: eigene Mitarbeiter, freie Texter, Crowd-Agenturen, Praktikanten oder Programme. Wobei von den letzten beiden Alternativen abgeraten werden kann. Inhalte können in verschiedenen Formen auftreten, eine beliebte Art von Inhalten sind zum Beispiel Tipps rund um das eigene Produkt oder die eigene Dienstleistung.

Ein ganz besonderes Highlight war für mich die Session von Dr. Petra Hansmersmann, Rechtsanwältin bei UNVERZAGT VON HAVE in Hamburg, über die Do’s und Don’ts im Online-Marketing. Da mich die rechtlichen Fallstricke des Online-Marketings tagtäglich in meiner Arbeit verfolgen haben mich einige Themen ganz besonders interessiert. Dazu zählt zum Beispiel das Versenden von Newslettern und was man bereits bei der Einrichtung des Prozesses alles beachten muss. Das waren meine Key-Take-Aways:

– Die Einwilligung des Empfängers für den Erhalt eines Newsletters muss nachweisbar sein.
– Wer die Einwilligung des Empfängers nicht nachweisen kann trägt die Kosten einer Abmahnung.
– Am Besten ist es, dem Nutzer auf der Webseite die Möglichkeit zum An- und Abmelden für einen Newsletter zu bieten. Dabei sollte neben jedem Häkchenfeld auch der zugehörige Einwilligungstext stehen.
– Der Nutzer muss die Einwilligung jederzeit abrufen und auch jederzeit widerrufen können.
– Für den Versand des Newsletters gilt: In der Betreffzeile muss bereits klar gekennzeichnet sein, dass es sich bei dem Newsletter um Werbung handelt. Der Werbecharakter darf nicht verschleiert werden.
– Dem Nutzer muss in jedem Fall das sogenannte Double Opt-in Verfahren geboten werden. Das bedeutet zunächst die Erteilung der Einwilligung über ein entsprechendes Webformular. Anschließend folgt die Bestätigung der Einwilligung seitens des Anbieters in Form einer Bestätigungsemail die allerdings keine werblichen Inhalte aufweisen darf. Es handelt sich um eine bloße Bestätigung der Einwilligung inklusive Wiederholung des Einwilligungstextes. Die E-Mail muss deutlich erläutern, für was man sich anmeldet und auch der Link zum Widerruf wird in der E-Mail angeboten. Die Bestätigungsemail beinhaltet auch das Impressum zum Unternehmen per Weblink. Wird eine Bestätigungsemail versandt muss im Zweifel der Nutzer belegen, dass keine Einwilligung vorlag. Das Unternehmen muss die Anmeldung entsprechend dokumentieren (Anmeldung: Uhrzeit, Datum, IP-Adresse ebenso wie bei der Bestätigung und Inhalt der Bestätigungsemail).
– Die Datenschutzerklärung auf der Webseite wird mit einem Passus über den Newsletter ergänzt.

Wie eingangs erläutert, war es ein sehr spannender Tag und mein Dank gilt allen Rednern und Rednerinnen, die diesen Tag so ganz besonders gemacht haben!

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